Purpurprachtbarsch (Kribensis)
Der Purpurprachtbarsch (Pelvicachromis pulcher) ist ein robuster westafrikanischer Zwergbuntbarsch und einer der am einfachsten zu haltenden und zu züchtenden Buntbarsche überhaupt.
Überblick
Der Purpurprachtbarsch (Pelvicachromis pulcher) ist ein robuster westafrikanischer Zwergbuntbarsch und einer der am einfachsten zu haltenden und zu züchtenden Buntbarsche überhaupt. Mit dem Spitznamen "Krib" oder Regenbogenbuntbarsch bleibt er überschaubar groß - erwachsene Tiere werden etwa 8-10 cm - und belohnt Halter mit satten Farben, besonders dem kirschroten Bauch, den das Weibchen bei der Balz zeigt. Anpassungsfähig, farbenfroh und fehlerverzeihend, ist er ein hervorragender Einstieg in die Buntbarschhaltung für alle, die einen Fisch mit Persönlichkeit und Zuchtpotenzial wollen, ohne die Ansprüche größerer, aggressiverer Arten. Seine überschaubare Größe, seine Toleranz gegenüber normalem Leitungswasser und seine Bereitschaft, Familien großzuziehen, haben ihn über Generationen zu einer festen Größe der Aquaristik gemacht, und ein gut gehaltenes Paar, das eine Brut bewacht, ist ein wirklich reizender Anblick.
Naturgeschichte
Purpurprachtbarsche sind in den Küstenflüssen und -bächen im Süden Nigerias und in Kamerun heimisch, wo sie in langsamem, warmem, manchmal leicht brackigem Wasser zwischen Wurzeln, Steinen und dichter Vegetation leben. Sie suchen dicht am Boden nach kleinen Wirbellosen und organischem Material und verstecken sich im Gewirr der Uferdeckung. Von Natur aus sind sie Höhlenbrüter, die Spalten und Hohlräume zur Eiablage suchen, wo beide Eltern die sich entwickelnde Brut bewachen und später die frei schwimmenden Jungfische als kleinen, dichten Schwarm führen. Seit Jahrzehnten im Aquarienhandel nachgezüchtet, sind Nachzucht-Kribs äußerst tolerant gegenüber verschiedenen Wasserbedingungen - ein großer Teil ihrer anhaltenden Beliebtheit und ihres Rufs als verlässlicher erster Buntbarsch.
Aussehen
Ein länglicher, flach gebauter Buntbarsch mit purpurgrauem Körper, einem dunklen Längsstreifen an der Flanke und schillernden Glanzlichtern auf den Flossen. Beide Geschlechter sind attraktiv, doch das Weibchen ist wohl das auffälligere von beiden: Laichbereit entwickelt es einen runden, leuchtend kirschroten Bauch und oft eine goldene oder mit Augenflecken versehene Rückenflosse - eine Umkehrung des üblichen Musters, bei dem das Männchen das prächtige ist. Männchen werden etwas größer und tragen spitzere Rücken- und Schwanzflossen, manchmal mit feinen ausgezogenen Verlängerungen. Die Farbe verstärkt sich deutlich, wenn ein Paar in Laichstimmung ist oder Jungfische verteidigt. Erwachsene Tiere werden etwa 8-10 cm groß, Männchen am oberen Ende.
Beckengröße & Einrichtung
- Ein einzelnes Paar: Mindestbeckengröße etwa 75 Liter.
- Gesellschaftsbecken mit Zuchtpaar: 100 Liter oder mehr geben anderen Fischen Raum, dem Revier des Paares auszuweichen.
Biete Höhlen - auf die Seite gelegte Tontöpfe, Kokosnussschalen oder Steinspalten - als Laichplätze, idealerweise mit ein paar Möglichkeiten, zwischen denen das Paar wählen kann. Dichte Bepflanzung, Wurzelholz und sanfte Strömung passen gut und geben Mitbewohnern Rückzugsorte, wenn das Paar in Beschützerstimmung ist. Dunkler Bodengrund lässt ihre Farben leuchten und gibt ihnen genug Sicherheit, sich natürlich zu zeigen. Da sie um ihre gewählte Höhle herum graben, pflanze robust oder nutze Topfpflanzen in der Nähe des Laichplatzes und lass den Vordergrund frei, damit du ihnen gut zusehen kannst.
Wasserwerte
- Temperatur: 24-28 °C.
- pH: 6,0-7,5 - anpassungsfähig, weich bis neutral ist ideal.
- Ammoniak 0, Nitrit 0, Nitrat niedrig bis mäßig.
Purpurprachtbarsche vertragen eine große Bandbreite an Härte und pH, was sie sehr anfängerfreundlich und tolerant gegenüber normalem Leitungswasser macht. Sauberes, stabiles Wasser ist für sie viel wichtiger als exakte Werte. Eine interessante Eigenheit der Art: Temperatur und pH, bei denen die Eier bebrütet werden, können das Geschlechterverhältnis der Jungfische verschieben, was ernsthafte Züchter manchmal gezielt nutzen.
Ernährung
Allesfresser mit gesundem Appetit. Purpurprachtbarsche nehmen hochwertige Flocken und Pellets bereitwillig an und profitieren deutlich von Frost- und Lebendfutter wie Roten Mückenlarven, Salinenkrebsen und Wasserflöhen, die ihre Farbe schärfen und sie in Laichstimmung bringen. Etwas Pflanzliches aus Algentabletten oder blanchiertem Grünzeug rundet den Speiseplan ab und unterstützt die Verdauung. Wie bei den meisten Buntbarschen ist ein abwechslungsreiches Futter in maßvollen Mengen viel besser als große Einzelgaben und erleichtert es, die Wasserqualität im Griff zu behalten.
Gesundheit & Lebenserwartung
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 5-8 Jahren.
Häufige Probleme:
- Aggression bei der Brut - ein laichendes Paar wird territorial und kann Mitbewohner, die der Höhle zu nahe kommen, bedrängen oder sogar verletzen.
- Schlechte Wasserqualität, die in vernachlässigten Becken zu Flossen- und Hautproblemen führt.
- Blähungen durch Überfütterung mit gehaltvollem Futter.
- Ichthyo (Weißpünktchenkrankheit) bei gestressten oder neu eingesetzten Fischen.
Vor- & Nachteile
Vorteile: robust, anpassungsfähig, farbenfroh, leicht zu züchten, überschaubare Endgröße, guter erster Buntbarsch. Nachteile: wird bei der Brut territorial und aggressiv, kann Pflanzen ausgraben und den Bodengrund umgestalten, kann kleinere Fische in Nestnähe bedrängen.
Purpurprachtbarsch (Kribensis) - häufige Fragen
Wie groß werden Purpurprachtbarsche?
Sind sie aggressiv?
Sind sie leicht zu züchten?
Welche Mitbewohner passen?
Welches ist das Weibchen?
Schaden sie meinen Pflanzen?
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