Dornauge (Kuhli)
Das Dornauge (Pangio kuhlii) ist ein kleiner, friedlicher, aalförmiger Bodenbewohner aus Südostasien, leicht zu erkennen an seinem schlanken Körper mit braunen und gelben Ringen.
Überblick
Das Dornauge (Pangio kuhlii) ist ein kleiner, friedlicher, aalförmiger Bodenbewohner aus Südostasien, leicht zu erkennen an seinem schlanken Körper mit braunen und gelben Ringen. Scheu, nachtaktiv und harmlos gegenüber Mitbewohnern, verbringt es einen Großteil des Tages versteckt und kommt in der Dämmerung zur Futtersuche hervor. In einem eingefahrenen, gut bepflanzten Gesellschaftsbecken ist es eine reizvolle Ergänzung, doch wegen seiner Empfindlichkeit passt es eher zu Haltern, die stabiles, eingespieltes Wasser bieten können, als in ein brandneues Becken.
Naturgeschichte
Heimisch in langsamen Waldbächen, Torfsümpfen und laubbedeckten Flussufern in Malaysia, Sumatra, Borneo und Teilen Thailands. Diese Gewässer sind weich, sauer und oft durch Gerbstoffe braun gefärbt, mit sandigem oder schlammigem Grund voller Laub, Wurzeln und Holz. Dornaugen graben sich ein und durchsieben den weichen Grund nach winzigen Wirbellosen, bleiben nahe an Deckung und werden nach Einbruch der Dunkelheit am aktivsten.
Aussehen
Erwachsene Tiere werden 8-11 cm lang. Der Körper ist lang, schlank und fast aalartig, mit abwechselnd dunkelbraunen und hellgelben bis lachsfarbenen Ringen, wobei Muster und Intensität von Tier zu Tier variieren. Vier Paar kleiner Barteln umgeben das Maul und dienen zum Durchsieben des Bodens. Die Flossen sind winzig und weit hinten angesetzt, die schuppenlose Haut ist dünn und empfindlich. Mehrere eng verwandte Pangio-Arten werden unter demselben Namen verkauft.
Wesen & Vergesellschaftung
Sanft, friedlich und gesellig. Dornaugen sollten in Gruppen von mindestens 5-6 Tieren gehalten werden; in einer richtigen Gruppe fühlen sie sich sicher, suchen offener nach Futter und sind viel häufiger zu sehen. Einzeln oder paarweise gehalten, verstecken sie sich fast ständig und können vor Stress abmagern.
Sie passen gut zu anderen kleinen, ruhigen, nicht aggressiven Arten wie kleinen Bärblingen, Salmlern, Panzerwelsen, Zwergfadenfischen und friedlichen Garnelen. Meide große, wilde oder räuberische Mitbewohner, die sie schikanieren oder fressen könnten, und meide Flossenzupfer. Da sie langsam und bedächtig fressen, können schnelle oder gierige Mitbewohner ihnen bei der Fütterung alles wegschnappen.
Beckengröße & Einrichtung
Minimum: 75 Liter für eine kleine Gruppe von 5-6 Tieren.
Ein eingefahrenes, dicht bepflanztes Becken mit weichem Sandboden passt am besten. Sand ist wichtig: Ihre empfindlichen Barteln und ihre Haut werden durch scharfen oder groben Kies leicht verletzt, und sie graben sich gern ein. Biete viele Verstecke - Wurzelholz, runde Steinhöhlen, dichte Bepflanzung und Laub -, damit sie sich sicher genug fühlen, um herauszukommen. Sanfte Filterung, gerbstoffhaltiges Wasser und ein vollständig eingefahrenes, stabiles System bringen ihr bestes Verhalten hervor. Eine dicht schließende Abdeckung und gesicherte Filteransaugungen sind unverzichtbar, denn diese schlanken Fische sind Ausbruchskünstler, die durch kleine Spalten schlüpfen.
Wasserwerte
- Temperatur: 23-28 °C.
- pH: 6,0-7,0 (bevorzugt sauer).
- Weiches Wasser (geringe Härte).
- Ammoniak 0, Nitrit 0, Nitrat <20 ppm.
Ernährung
Allesfresser und Resteverwerter am Boden mit kleinem, nach unten gerichtetem Maul. Biete sinkende Pellets oder Futtertabletten als Grundfutter, ergänzt durch gefrorene oder lebende Rote Mückenlarven, Wasserflöhe, Schwarze Mückenlarven und frisch geschlüpfte Salinenkrebse. Da sie langsam am Boden fressen und nachts am aktivsten sind, gib sinkendes Futter und denk über eine Abendfütterung nach, damit sie ihren Anteil bekommen. Sie fressen auch Futterreste, sind aber kein Putztrupp, auf den man sich verlassen sollte.
Gesundheit & Lebenserwartung
Etwa 10 Jahre, in einem stabilen Becken manchmal länger.
Häufige Probleme:
- Ichthyo (Weißpünktchenkrankheit) - als schuppenlose Fische sind sie sehr anfällig dafür.
- Empfindlichkeit gegenüber Medikamenten - ihre dünne, schuppenlose Haut nimmt Wirkstoffe leicht auf, daher müssen kupferhaltige und viele gängige Mittel niedriger dosiert oder ganz vermieden werden; behandle schuppenlose Fische immer mit Vorsicht.
- Haut- und Bartelverletzungen durch scharfen Bodengrund oder raue Deko.
- Stress und Verstecken bei zu kleinen Gruppen oder in einem nicht eingefahrenen Becken.
- Todesfälle beim Einfahren, wenn sie eingesetzt werden, bevor das Becken stabil ist.
Vor- & Nachteile
Vorteile: friedlich, harmlos für Mitbewohner, langlebig, faszinierende aalartige Gestalt und Verhaltensweise, lockert den Bodengrund auf. Nachteile: scheu und oft versteckt; schuppenlos und empfindlich gegenüber Medikamenten und schlechtem Wasser; braucht eine Gruppe, weichen Sand und ein eingefahrenes Becken; nichts für ungeduldige Halter oder neue Becken.
Dornauge (Kuhli) - häufige Fragen
Wie viele Dornaugen sollte ich halten?
Warum sehe ich meine Dornaugen nie?
Sind sie gute Anfängerfische?
Mit wem kann ich sie halten?
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Fragen zur Gesundheit deines Tieres wende dich bitte an eine Tierarztpraxis.