Perlhuhnbärbling (Galaxy)
Der Perlhuhnbärbling (Danio margaritatus), oft als "Galaxy Rasbora" verkauft, ist ein winziges Juwel unter den Nanofischen, das erst vor relativ kurzer Zeit in Myanmar entdeckt wurde.
Überblick
Der Perlhuhnbärbling (Danio margaritatus), oft als "Galaxy Rasbora" verkauft, ist ein winziges Juwel unter den Nanofischen, das erst vor relativ kurzer Zeit in Myanmar entdeckt wurde. Mit nur etwa 2 cm ist sein tiefblauer Körper wie ein Nachthimmel mit perlweißen Tupfen übersät, abgesetzt durch leuchtend orangerote Flossen. Friedlich, scheu und am besten in der Gruppe gehalten, glänzt dieser kleine Fisch in einem weichen, gut bepflanzten Nanobecken. Seine geringe Größe und sein sanftes Wesen machen ihn zu einem Liebling für Aquascapes, doch wegen seines zaghaften Temperaments braucht er ruhige Mitbewohner und viel Deckung, um sich sicher zu fühlen.
Naturgeschichte
Der Perlhuhnbärbling wurde erst 2007 wissenschaftlich beschrieben, nachdem er in flachen, quellgespeisten Teichen und langsamen Bächen auf dem Hochplateau im Einzugsgebiet des Saluen in Myanmar (Shan-Staat) gefunden worden war. Diese Lebensräume sind kühl bis warm, dicht mit Wasserpflanzen bewachsen und oft recht klein und örtlich begrenzt, manchmal nicht größer als ein Hofteich. Die spektakuläre Schönheit des Fisches löste kurz nach der Entdeckung einen Fangboom aus, der die Wildbestände zeitweise bedrohte und frühe Befürchtungen weckte, die Art könne an ihren bekannten Fundorten ausgerottet werden. Glücklicherweise erwies er sich als leicht zu züchten, und Nachzuchten übernahmen schnell und liefern heute fast alle Fische im Handel, was die Wildbestände entlastet. Seine natürliche Heimat zwischen dichten Pflanzen in flachem, geschütztem Wasser erklärt sowohl sein scheues Wesen als auch seine ausgeprägte Vorliebe für dicht bepflanzte Aquarien, in denen er sich sicher genug fühlt, um ins Freie zu kommen.
Aussehen
Für einen so kleinen Fisch ist der Perlhuhnbärbling bemerkenswert kunstvoll gezeichnet. Der Körper ist tief stahlblau bis grünlich-blau und mit Reihen runder, perlweißer Tupfen bedeckt. Die Flossen tragen kräftige orange bis rote Bänder und schwarze Säume, am leuchtendsten bei Männchen, die außerdem schlanker und intensiver gefärbt sind. Weibchen sind etwas runder und zarter gefärbt, mit mehr Orange als Rot in den Flossen. Erwachsene Tiere werden nur etwa 2 cm groß und sind damit echte Nanofische, die in einer kleinen Gruppe am schönsten wirken, wo ihre Farben miteinander spielen.
Beckengröße & Einrichtung
Winzig und scheu, wie sie sind, eignen sich Perlhuhnbärblinge ideal für Nanoaquarien. Eine Gruppe ab sechs Tieren gedeiht in einem Becken ab 40 Litern, dicht bepflanzt, damit sie sich sicher fühlen. Je dichter die Bepflanzung, desto mutiger werden die Fische, weil Deckung immer in Reichweite ist und sie sich ins freie Wasser trauen. Biete feinblättrige und Schwimmpflanzen, etwas freien Schwimmraum, bemooste Flächen und eine sanfte, schwache Strömung, die zu ihrer Weichwasserherkunft passt. Ein Schwammfilter oder eine sanft gebremste Ansaugung schützt diese kleinen Fische und ihre Jungen davor, eingesaugt zu werden. Gedämpftes Licht und viel Deckung ermutigen sie, hervorzukommen und ihre schönsten Farben zu zeigen, statt sich im Schatten zu verstecken, und ein eingefahrenes, gut bepflanztes Becken bringt sie oft dazu, still zwischen den Pflanzen abzulaichen.
Wasserwerte
- Temperatur: 20-26 °C - sie vertragen etwas kühleres Wasser als viele Tropenfische.
- pH: 6,5-7,5 - sie bevorzugen weiches bis mäßig weiches Wasser.
- Härte: weich bis mäßig weich.
- Ammoniak 0, Nitrit 0, Nitrat durch regelmäßige Wasserwechsel niedrig gehalten.
Stabiles, sauberes, sanft gefiltertes weiches Wasser in einem bepflanzten Becken passt am besten und hält die Farben leuchtend.
Ernährung
Mikroräuber und Allesfresser. In freier Wildbahn jagen sie winzige Wirbellose und Zooplankton, und ihr winziges Maul braucht entsprechend kleines Futter: fein zerriebene Flocken, Mikropellets und idealerweise viel kleines Lebend- und Frostfutter wie frisch geschlüpfte Salinenkrebse, Wasserflöhe, Cyclops und Mikrowürmer. Sie picken außerdem ständig an Biofilm und Kleinstlebewesen zwischen den Pflanzen - ein Grund, warum ein eingefahrenes Pflanzenbecken so gut zu ihnen passt. Abwechslungsreiches Futter mit viel kleinem Lebendfutter bringt ihre kräftigste Farbe hervor und hält sie in guter Laichverfassung. Füttere ein- bis zweimal täglich kleine Mengen, passend zu ihrer geringen Größe, und achte darauf, dass scheue Tiere ihren Anteil bekommen, statt verdrängt zu werden.
Gesundheit & Lebenserwartung
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 3-5 Jahren. Perlhuhnbärblinge sind nach der Eingewöhnung einigermaßen robust, doch ihre geringe Größe macht sie empfindlich gegenüber schlechtem Wasser und rauen Mitbewohnern.
Häufige Probleme:
- Ichthyo (Weißpünktchenkrankheit) - stressbedingt, häufig nach Unterkühlung oder Transport.
- Bakterielle und Pilzinfektionen durch schlechte Wasserqualität.
- Stress und Verstecken bei Einzelhaltung, zu kleiner Gruppe oder mit wilden Fischen.
- Unterversorgung, wenn größere, schnellere Mitbewohner ihnen das Futter wegfressen.
Ein ruhiges, bepflanztes Becken, eine Gruppe ab sechs Tieren, sanfte Mitbewohner und beständig weiches Wasser halten sie gesund und selbstbewusst.
Vor- & Nachteile
Vorteile: atemberaubende, sternenhimmelartige Farbe, winzige nanotaugliche Größe, friedlich, ideal für Aquascapes. Nachteile: scheu und leicht einzuschüchtern; braucht eine Gruppe und dichte Deckung; das kleine Maul verlangt kleines Futter; zaghaft gegenüber wilden Fischen.
Perlhuhnbärbling (Galaxy) - häufige Fragen
Wie groß werden Perlhuhnbärblinge?
Müssen sie in einer Gruppe leben?
Sind sie gute Gesellschaftsfische?
Welches Becken passt zu ihnen?
Sind sie schwer zu halten?
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Fragen zur Gesundheit deines Tieres wende dich bitte an eine Tierarztpraxis.