Buntbarsche (Überblick)
Buntbarsche sind eine riesige Familie von Süßwasserfischen (über 1650 beschriebene Arten), die vor allem in Mittel- und Südamerika, Afrika und Teilen Asiens vorkommen.
Überblick
Buntbarsche sind eine riesige Familie von Süßwasserfischen (über 1650 beschriebene Arten), die vor allem in Mittel- und Südamerika, Afrika und Teilen Asiens vorkommen. Buntbarsche sind intelligent, oft territorial und häufig aggressiv. Die Familie reicht vom friedlichen Skalar bis zu mörderischen afrikanischen Mbuna - informiere dich vor dem Kauf über die jeweilige Art.
Die wichtigsten Buntbarschgruppen
Afrikanische Buntbarsche
- Malawisee-Mbuna - felsbewohnend, leuchtend gefärbt, aggressiv. Brauchen eine Härte von 200+ ppm und pH 7,8-8,6.
- Malawisee-Haplochromis und Kaiserbuntbarsche (Peacocks) - friedlicher als Mbuna.
- Tanganjikasee-Buntbarsche - Schneckenbuntbarsche, Frontosa und andere. Sehr hartes, alkalisches Wasser.
- Westafrikanische Buntbarsche - Purpurprachtbarsch, Roter Cichlide und andere. Weicheres Wasser.
Südamerikanische Buntbarsche
- Skalare.
- Diskusfische.
- Apistogramma (Zwergbuntbarsche) - klein, friedlich.
- Oskars - groß, intelligent, aggressiv.
- Augenfleckbuntbarsche, Flaggenbuntbarsche und andere.
Mittelamerikanische Buntbarsche
- Zebrabuntbarsche.
- Feuermaulbuntbarsch.
- Jack Dempsey.
- Meist aggressiv.
Allgemeine Pflegepunkte für Buntbarsche
Beckengröße
Größer als bei typischen Gesellschaftsfischen. Die meisten Buntbarschbecken beginnen bei 200 Litern, und viele Arten brauchen als erwachsene Tiere 400 Liter+.
Filterung
Stark. Buntbarsche fressen unordentlich und produzieren viel Abfall.
Wasserwerte
Sie unterscheiden sich je nach Herkunftsregion drastisch:
- Afrikanische Grabenseen: hart und alkalisch (pH 7,8-8,6, GH 200+).
- Südamerika: weich und sauer (pH 5,5-7,0).
- Mittelamerika: mittlere Werte.
Umgang mit Aggression
- Gezielt dicht besetzen - zu wenige Buntbarsche auf zu viel Raum steigern die Aggression. Viele Becken werden mit mehr Buntbarschen besetzt, als vernünftig scheint, damit sich die Revieraggression verteilt.
- Biete Verstecke, Steinaufbauten und Sichtbarrieren.
- Vergesellschafte aggressive Arten nicht mit friedlichen Mitbewohnern.
Mitbewohner
Nur aus derselben Region. Kombiniere keine Buntbarsche aus den afrikanischen Grabenseen mit südamerikanischen - Wasserwerte und Verhalten passen nicht zusammen.
Ernährung
Je nach Region verschieden:
- Mbuna: pflanzlich - Algentabletten, Spirulina, Gemüse.
- Die meisten anderen: Fleisch- oder Allesfresser - Pellets, Frostfutter, blanchiertes Gemüse.
Gesundheit & Lebenserwartung
Sehr unterschiedlich: kleine Zwergbuntbarsche 3-5 Jahre; große Arten 15-25+ Jahre.
Vor- & Nachteile
Vorteile: leuchtende Farben, intelligent, interaktiv, ziehen ihren Nachwuchs oft selbst auf. Nachteile: Aggressionsmanagement nötig, artspezifische Pflege, Fehler sind in der Buntbarschhaltung häufig.
Buntbarsche (Überblick) - häufige Fragen
Bester Buntbarsch für Anfänger?
Kann ich Buntbarsche mischen?
Sind sie klug?
Fressen sie wirklich ihre Mitbewohner?
Mbuna oder Kaiserbuntbarsche für ein Afrikabecken?
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