Schmetterlingsbuntbarsch
Der Schmetterlingsbuntbarsch (Mikrogeophagus ramirezi) ist ein kleiner, auffallend bunter Zwergbuntbarsch aus Südamerika mit blau getupftem Körper, gelben und roten Farbtönen und einem leuchtend roten Auge.
Überblick
Der Schmetterlingsbuntbarsch (Mikrogeophagus ramirezi) ist ein kleiner, auffallend bunter Zwergbuntbarsch aus Südamerika mit blau getupftem Körper, gelben und roten Farbtönen und einem leuchtend roten Auge. Er ist friedlich genug für ein ruhiges Gesellschaftsbecken, aber ein empfindlicher Fisch und keine gute Wahl für Anfänger. Er braucht warmes, weiches, sehr sauberes und stabiles Wasser in einem eingefahrenen, gut gefilterten, bepflanzten Becken und belohnt sorgfältige Halter mit einer der intensivsten Färbungen aller kleinen Aquarienfische.
Naturgeschichte
Heimisch in den warmen, langsam fließenden Gewässern des Orinoco-Beckens in Venezuela und Kolumbien. In freier Wildbahn lebt er über sandigem Grund zwischen Laub und Wurzeln, in weichem, saurem, warmem Wasser. Er ist ein bodenorientierter Sieber, der feinen Sand nach kleinen Wirbellosen durchsucht. Die meisten Tiere im Handel sind kommerziell gezüchtete Farbformen, haben aber die Empfindlichkeit der Wildfische gegenüber schlechtem oder instabilem Wasser behalten.
Aussehen
Erwachsene Tiere werden etwa 5-7 cm groß. Der Körper ist golden bis violettblau mit verstreuten, schimmernd blauen Tupfen, gelbem Kopf und gelber Brust sowie einer schwarzen Querbinde durch das leuchtend rote Auge. Auf der Flanke sitzt ein dunkler Fleck. Männchen sind meist größer mit verlängerten Rückenflossenstrahlen; Weibchen sind oft runder mit rosa bis rotem Bauch. Es gibt Electric Blue, Gold und Langflossenformen, und manche davon sind empfindlicher als die Normalform.
Wesen & Vergesellschaftung
Meist friedlich und recht scheu. Schmetterlingsbuntbarsche sind Zwergbuntbarsche, daher kann ein festes Paar um einen gewählten Laichplatz leicht territorial werden, gegenüber anderen Arten sind sie aber nicht aggressiv. Sie halten sich überwiegend in der unteren Beckenhälfte auf.
Sie passen in eine ruhige Gesellschaft sanfter, wärmeliebender Fische wie kleiner Salmler, Bärblinge, Panzerwelse und Zwerggarnelen (Garnelen können allerdings gefressen werden). Meide Flossenzupfer, wilde Fische und alles, was ihnen beim Füttern das Futter wegschnappt, denn ein gestresster Schmetterlingsbuntbarsch verblasst und hört schnell auf zu fressen. Man kann ihn einzeln oder, lohnender, als festes Paar halten.
Beckengröße & Einrichtung
Minimum: 80 Liter für ein Paar, in einem eingefahrenen, stabilen Aquarium.
Das ist kein Fisch für ein neues Becken. Schmetterlingsbuntbarsche brauchen biologisch stabiles, gut gefiltertes Wasser, das seit mindestens ein paar Monaten läuft. Ein bepflanztes Aquarium mit feinem Sand, Wurzelholz, Laub, sanfter Strömung und viel Deckung passt am besten. Weiches, leicht saures, warmes Wasser bringt ihre Farbe hervor und hält sie ruhig. Halte das Becken abgedeckt.
Wasserwerte
- Temperatur: 26-29 °C. Diese Wärme brauchen sie wirklich.
- pH: 5,5-7,0 (bevorzugt sauer).
- Weiches Wasser (geringe Härte).
- Ammoniak 0, Nitrit 0, Nitrat <20 ppm.
Stabilität ist genauso wichtig wie die Werte. Plötzliche Schwankungen bei Temperatur, pH oder Wasserqualität gehören zu den Hauptursachen für Krankheit und Tod bei Schmetterlingsbuntbarschen.
Ernährung
Allesfresser, der von Natur aus Sand nach kleinen Wirbellosen durchsiebt. Biete hochwertige sinkende Mikropellets oder Granulat als Grundfutter, ergänzt durch gefrorene oder lebende Rote Mückenlarven, Wasserflöhe, frisch geschlüpfte Salinenkrebse und Cyclops. Da sie tief im Wasser und langsam fressen, achte darauf, dass schnellere Mitbewohner nicht alles zuerst wegfressen. Füttere ein- bis zweimal täglich kleine Portionen.
Gesundheit & Lebenserwartung
2-3 Jahre.
Häufige Probleme:
- Stress und rascher Verfall, wenn die Wasserqualität auch nur leicht nachlässt.
- Ichthyo (Weißpünktchenkrankheit) und bakterielle Infektionen, oft nach Stress oder Unterkühlung.
- Empfindlichkeit gegenüber Nitrat und instabilen, nicht eingefahrenen Becken.
- Todesfälle beim Einfahren, wenn sie eingesetzt werden, bevor das Becken vollständig stabil ist.
- Schwächere Massennachzuchten, die schon krank ankommen können, besonders bei manchen Zuchtfarbformen.
Vor- & Nachteile
Vorteile: atemberaubende Farbe, friedlich, interessantes Siebverhalten am Boden, überschaubare Größe, gut in einer ruhigen, bepflanzten Gesellschaft. Nachteile: empfindlich und nicht anfängerfreundlich; braucht ein eingefahrenes, sehr sauberes, warmes, weiches, stabiles Becken; kurze Lebensdauer; schwankende Qualität der Tiere.
Schmetterlingsbuntbarsch - häufige Fragen
Sind Schmetterlingsbuntbarsche etwas für Anfänger?
Welche Temperatur brauchen sie?
Sollte ich einen oder ein Paar halten?
Warum sterben Schmetterlingsbuntbarsche so leicht?
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Fragen zur Gesundheit deines Tieres wende dich bitte an eine Tierarztpraxis.