Farbmaus
Die Farbmaus - die domestizierte Hausmaus (Mus musculus) - ist das kleinste häufig gehaltene Kleinsäuger-Heimtier.
Überblick
Die Farbmaus - die domestizierte Hausmaus (Mus musculus) - ist das kleinste häufig gehaltene Kleinsäuger-Heimtier. Mäuse sind eher Beobachtungs- als Kuscheltiere und am schönsten, wenn man ihrer flinken Neugier und der unterhaltsamen sozialen Dynamik einer Gruppe zusieht. Sie sind günstig, leicht unterzubringen und kurzlebig.
Naturgeschichte & Herkunft
Die wilde Hausmaus stammt aus Zentralasien und verbreitete sich mit dem Menschen weltweit. Die Domestikation begann im alten China und in Japan, wo Mäuse wegen ihrer Fellfarbmutationen gehalten wurden. Die Farbmauszucht als Hobby nahm im viktorianischen Großbritannien feste Formen an.
Aussehen
Erwachsene Tiere wiegen 15-30 g bei einer Körperlänge von 6-10 cm, dazu kommt der Schwanz.
Farben und Varianten: Schwarz, Weiß, Agouti, Creme, Dove, Champagner, Fox, gezeichnet, gescheckt (Broken), Satin, Langhaar, Locken und viele weitere.
Wesen & Umgang
Flink, empfindlich, eher zum Beobachten. Die meisten Heim-Mäuse lassen sich mit geduldiger Gewöhnung anfassen, sind aber von Natur aus nicht verschmust und beschäftigen sich lieber selbst als mit Menschen.
Heb sie auf, indem du die Hände schalenförmig formst oder sie sanft aufschöpfst. Pack sie niemals an der Schwanzspitze (sie kann brechen) - die Schwanzwurzel ist notfalls für eine sehr kurze Stütze in Ordnung.
Haltung
Mindestgehege: 50 × 30 cm für 2-3 Mäuse; größer ist besser. Gehege mit mehreren Etagen eignen sich gut - Mäuse klettern gern.
Vermeide Gitterabstände über 0,6 cm - Mäuse entkommen durch unglaublich kleine Lücken.
Das brauchst du:
- Tiefe Papiereinstreu (ab 10 cm) zum Graben.
- Mehrere Verstecke.
- Ein Laufrad (ab 20 cm).
- Kletterseile und Plattformen.
- Einen Keramiknapf und eine Trinkflasche.
Ernährung
- Hochwertiges Mäusefutter (Getreide, Saaten).
- Kleine Portionen frisches Gemüse alle 2-3 Tage.
- Wenig Obst und Eiweiß.
Gesundheit & Lebenserwartung
1,5-2,5 Jahre.
Häufige Themen:
- Mammatumoren - bei Weibchen äußerst häufig.
- Atemwegsinfektionen - bei allen Mäusen ein Thema.
- Hautprobleme.
- Alterstumoren.
Sozialverhalten
Weibchen: in gleichgeschlechtlichen Gruppen von 2-4 Tieren halten. Männchen: meist Einzelgänger - die meisten erwachsenen Männchen kämpfen, wenn sie zusammen leben. Manche zusammen aufgewachsenen Männchengruppen funktionieren, scheitern aber häufig.
Setze niemals unkastrierte Männchen zu Weibchen (rasante Vermehrung).
Vor- & Nachteile
Vorteile:
- Günstige Ausstattung und günstiges Futter.
- Faszinierend zu beobachten.
- Leise Wohnungstiere.
- Viele Farben.
Nachteile:
- Kurze Lebenserwartung.
- Geruch im Gehege (vor allem bei Männchen) - häufiges Reinigen nötig.
- Nicht verschmust.
- Ausbruchskünstler.
- Gesundheitsprobleme häufig.
Am besten geeignet für
- Erwachsene und ältere Kinder, die ein Tier zum Beobachten möchten.
- Wohnungsbewohner.
- Haushalte mit mehreren Mäusen.
Nicht geeignet für kleine Kinder, die das Tier auf den Arm nehmen wollen, oder Halter, die Kuscheln erwarten.
Farbmaus - häufige Fragen
Kann ich männliche Mäuse zusammen halten?
Riechen sie?
Wie alt werden Farbmäuse?
Sind sie gut für Kinder?
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Fragen zur Gesundheit deines Tieres wende dich bitte an eine Tierarztpraxis.