Adoptieren statt kaufen.
Die meisten Tiere im Tierheim sind ohne eigene Schuld dort, und sie werden wunderbare Begleiter. Das ist ein klarer Leitfaden für eine gute Adoption: wo du suchst, was du fragst, wie du ein Tier auswählst, das dauerhaft zu dir passt, und wie du einem Tier aus dem Tierschutz hilfst, bei dir anzukommen.
🌍 Tiervermittlung nach Land
Jedes Land hat sein eigenes Tierheimnetz. Das sind die nationalen Vermittlungsportale und großen Tierschutzorganisationen, mit denen wir anfangen würden - alle mit echten Tieren, keine davon zahlt uns etwas. Wo auch immer du wohnst: Das Tierheim vor Ort ist immer auch einen persönlichen Besuch wert. Arbeitest du in einem Tierheim oder Tierschutzverein? Wir haben ein kostenloses Infopaket für Adoptierende gemacht.
Alles andere auf dieser Seite - die Fragen, die Tipps zur Auswahl, die 3-3-3-Regel, die Kosten - gilt genauso, egal wo du adoptierst.
🏠 Warum adoptieren?
Tierheime und Tierschutzvereine sind voller guter Tiere, die ihr Zuhause ohne eigene Schuld verloren haben - ein Umzug, eine Scheidung, eine Allergie, ein Wurf, den niemand geplant hat. Du findest dort jedes Alter, jede Größe und jedes Wesen, auch Rassetiere, und die Schutzgebühr deckt meist Impfungen, einen Gesundheitscheck, den Mikrochip und die Kastration ab - damit ist ein Tier aus dem Tierschutz einer der preiswertesten Wege, ein Tier nach Hause zu holen. Mit einer Adoption wird außerdem ein Platz frei für das nächste Tier, das einen braucht.
📍 Wo du suchen kannst
Beginne mit dem Tierheim deiner Stadt oder Gemeinde und Tierschutzvereinen in der Nähe, dann mit rassespezifischen Nothilfen, wenn du dein Herz an einen bestimmten Typ gehängt hast - fast jede Rasse hat eine. Vermittlungsportale (in Deutschland zum Beispiel TASSO shelta oder Tiervermittlung.de, in den USA Petfinder oder Adopt-a-Pet) lassen dich über viele Tierheime hinweg nach Tierart, Größe und Ort filtern. Sei vorsichtig bei Anzeigen wie "in gute Hände abzugeben" und bei Vermittlungen durch Fremde in sozialen Netzwerken: Sie überspringen die Prüfung, die ein Tierheim macht, und sind eine häufige Tarnung für Betrug und kranke Tiere.
❓ Fragen an das Tierheim
Ein gutes Tierheim will, dass die Vermittlung klappt, und antwortet ehrlich. Frag, warum das Tier abgegeben wurde, was über seine Vorgeschichte und Gesundheit bekannt ist, wie es sich gegenüber Menschen, Kindern und anderen Tieren verhält und ob es medizinische oder verhaltensbezogene Hinweise gibt. Frag, welche tierärztliche Versorgung es schon bekommen hat, ob du es mehr als einmal treffen oder erst zur Probe bei dir aufnehmen kannst und wie die Rücknahme geregelt ist, falls es wirklich nicht passt. Ehrliche Antworten sind ein gutes Zeichen.
🧭 Das richtige Tier auswählen
Wähle nach deinem Leben, nicht nach dem Aussehen. Ein energiegeladener junger Hund in einer kleinen Wohnung bei langen Arbeitszeiten ist ein Rezept für Kummer auf beiden Seiten. Sei ehrlich bei Platz, Zeit, Budget und Erfahrung und lass dich vom Tierheim beraten - die Leute dort kennen ihre Tiere. Nimm dir echte Zeit, einen Kandidaten kennenzulernen, bevor du dich entscheidest. Unsere Rassenporträts und das Vergleichstool helfen dir zu verstehen, was ein Typ grundsätzlich braucht, bevor du dich in ein Gesicht verliebst.
📅 Die ersten 30 Tage: die 3-3-3-Regel
Ein Tier aus dem Tierschutz braucht Zeit, um anzukommen. Eine grobe Faustregel ist 3-3-3: Die ersten 3 Tage können überwältigend sein, also halte alles ruhig, leise und ohne Druck; in den ersten 3 Wochen lernt es deinen Tagesablauf kennen, beginnt sich einzuleben und zeigt mehr von seiner Persönlichkeit; und nach etwa 3 Monaten sind die meisten wirklich angekommen und haben eine Bindung aufgebaut. Richte einen ruhigen Rückzugsort ein, halte eine feste Routine, vereinbare in der ersten oder zweiten Woche einen Tierarzttermin und stelle andere Tiere und neue Menschen langsam vor. Geduld in dieser Zeit zahlt sich über Jahre aus.
💳 Was es kostet
Adoptieren ist weit günstiger als kaufen, aber kein Tier ist kostenlos. Rechne mit einer Schutzgebühr (oft ein Bruchteil des Züchterpreises, und die tierärztliche Grundversorgung ist enthalten), dazu mit den Kosten für den ersten Tierarztbesuch, Futter, ein Bett, eine Box oder Transporttasche, Halsband und Marke sowie den laufenden monatlichen Kosten für Futter, Vorsorge und Versicherung. Plane die Erstausstattung und das erste Jahr ehrlich ein, bevor du dich festlegst - unser Kostenrechner für das erste Jahr gibt dir eine realistische Größenordnung.
✅ Zum Ausdrucken: Fragen vor der Adoption
- Warum wurde dieses Tier abgegeben oder gefunden?
- Was ist über Gesundheit und Vorgeschichte bekannt?
- Wie ist es mit Menschen, Kindern und anderen Tieren?
- Gibt es medizinische oder verhaltensbezogene Hinweise?
- Welche tierärztliche Versorgung ist schon erfolgt?
- Können wir uns noch einmal treffen oder es erst zur Probe aufnehmen?
- Wie ist die Rücknahme geregelt, falls es wirklich nicht passt?
- Ist es kastriert, gechippt und geimpft?
Ein Tierheim, das diese Fragen offen beantwortet, ist eines, dem du vertrauen kannst. Vage oder ausweichende Antworten sind ein Grund, kurz innezuhalten.
Nicht sicher, welcher Typ zu dir passt? Lies die ehrlichen Vor- und Nachteile in jedem Porträt für Hunde oder Katzen, stell zwei Rassen mit dem Vergleichstool nebeneinander und hol dir mit dem Kostenrechner für das erste Jahr ein realistisches Budget. Ganz neu dabei? Starte hier. Du denkst an ein älteres Tier? Lies mehr über die Pflege von Senior-Tieren.