Mosaikfadenfisch
Der Mosaikfadenfisch (Trichopodus leerii) ist ein anmutiger Labyrinthfisch mit einem zarten, perlenartig getupften Muster und gilt weithin als einer der schönsten und friedlichsten Fadenfische.
Überblick
Der Mosaikfadenfisch (Trichopodus leerii) ist ein anmutiger Labyrinthfisch mit einem zarten, perlenartig getupften Muster und gilt weithin als einer der schönsten und friedlichsten Fadenfische. Erwachsene Tiere werden etwa 11-12 cm groß und leben bei guter Pflege 4-5 Jahre. Als Labyrinthfisch kann er an der Oberfläche Luft atmen, daher braucht er ruhiges, stilles Wasser und sanfte Mitbewohner, um sich wirklich einzugewöhnen und seine schönsten Farben zu zeigen.
Naturgeschichte
Mosaikfadenfische stammen aus Südostasien, von der Malaiischen Halbinsel über Sumatra bis Borneo, mit eingebürgerten Beständen anderswo. Sie besiedeln langsam fließende, dicht bewachsene Tieflandgewässer - Sümpfe, Teiche und träge Bäche, die oft weich, sauer und sauerstoffarm sind. Um mit diesen sauerstoffarmen Bedingungen zurechtzukommen, haben sie ein Labyrinthorgan entwickelt, ein zusätzliches Atmungsorgan, mit dem sie Luft direkt an der Oberfläche schnappen. Deshalb ist der Zugang zu einer ruhigen, ungestörten Wasseroberfläche so wichtig. Seit Langem in der Aquaristik beliebt, werden Mosaikfadenfische heute weit verbreitet nachgezüchtet, behalten aber ihre Vorliebe für stilles, warmes, pflanzenreiches Wasser.
Aussehen
Der Mosaikfadenfisch verdankt seinen Namen dem feinen Netz perlweißer Tupfen auf dem bräunlich-silbernen Körper und den Flossen, das ihm ein schimmerndes, juwelenbesetztes Aussehen gibt. Eine dunkle Längslinie verläuft vom Maul durch das Auge bis zur Schwanzwurzel. Bei Balz und Brut entwickeln ausgewachsene Männchen eine auffallend tief orangerote Kehle und Brust sowie spitzere, verlängerte Rücken- und Afterflossen. Weibchen sind schlichter, rundlicher und haben kürzere, rundere Flossen. Wie andere Vertreter seiner Gruppe hat der Mosaikfadenfisch lange, fadenförmige Bauchflossen, die er fast wie Fühler zum Erkunden seiner Umgebung einsetzt. Erwachsene Tiere werden etwa 11-12 cm lang.
Beckengröße & Einrichtung
Wegen ihrer Größe und ihres Bedarfs an ruhigem Oberflächenzugang sollten Mosaikfadenfische in mindestens 100 Litern gehalten werden, mehr Platz ist willkommen - besonders in einer kleinen Gruppe oder Gesellschaft. Ein längeres Becken mit stabiler, ungestörter Oberfläche passt viel besser als ein hohes mit unruhigem Wasser.
Ziel ist eine gut bepflanzte Einrichtung mit hohen Stängelpflanzen, Schwimmpflanzen und Wurzelholz, die Deckung bieten und das Licht dämpfen - so fühlen sich diese manchmal scheuen Fische sicher. Lass an der Oberfläche ruhige, offene Bereiche zum Atmen und, bei Zuchtabsicht, für das Schaumnest des Männchens. Halte die Filterströmung sanft - starke Strömung stört sowohl die Fische als auch die Oberfläche, auf die sie angewiesen sind. Eine dicht schließende Abdeckung ist wichtig, und da sie Luft atmen, hilft es, die Luftschicht über dem Wasser warm und feucht zu halten, damit sich ihr Labyrinthorgan nicht unterkühlt.
Wasserwerte
- Temperatur: 24-28 °C.
- pH: 6,0-7,5 - weiches, leicht saures bis neutrales Wasser ist ideal.
- Härte: weich bis mittel, etwa 5-15 °dGH.
- Ammoniak 0, Nitrit 0, Nitrat unter 30 ppm.
Mosaikfadenfische sind recht anpassungsfähig, zeigen ihre schönste Farbe und ihr natürlichstes Verhalten aber in warmem, weichem, ruhigem Wasser, das an ihre Sumpfheimat erinnert.
Ernährung
Mosaikfadenfische sind Allesfresser und nehmen eine große Auswahl an Futter an. Biete hochwertige Flocken oder Pellets als Grundfutter und ergänze lebendes oder gefrorenes Futter wie Rote Mückenlarven, Salinenkrebse und Wasserflöhe sowie etwas Pflanzliches und Algenfutter. Sie sind von Natur aus Mikroräuber und schätzen kleines Lebendfutter, das sie auch in Laichstimmung bringt. Interessanterweise gelten Mosaikfadenfische als Fische, die Hydren und kleine Schädlinge fressen. Füttere ein- bis zweimal täglich maßvolle Mengen, nur so viel, wie sie bequem fressen, und sorge für Abwechslung, damit sie gesund und farbenfroh bleiben.
Gesundheit & Lebenserwartung
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 4-5 Jahren.
Mosaikfadenfische sind meist robust und langlebig, wenn ihr Bedarf an ruhigem, warmem, sauberem Wasser respektiert wird. Häufige Probleme:
- Unterkühlung des Labyrinthorgans durch kalte Luft über dem Becken - lass die Abdeckung drauf und halte den Raum warm.
- Ichthyo (Weißpünktchenkrankheit) und andere stressbedingte Parasiten.
- Bakterielle Infektionen und Flossenprobleme bei schlechter Wasserqualität oder in unruhigen Becken.
- Stress und Verstecken mit wilden, flossenzupfenden oder aggressiven Mitbewohnern.
- Scheu in kahlen, hell beleuchteten Becken mit zu wenig Deckung.
Sanfte Strömung, viel bepflanzte Deckung, ein warmes, abgedecktes Becken und friedliche Gefährten halten sie gesund.
Vor- & Nachteile
Vorteile: wunderschönes perlmuttartiges Muster, friedlich und anmutig, robust und langlebig, verträgt dank Luftatmung sauerstoffärmeres Wasser, interessantes Labyrinthfisch-Verhalten. Nachteile: kann scheu und leicht gestresst sein; braucht ein größeres, ruhiges Becken mit sanfter Strömung; Männchen können bei der Brut etwas territorial werden; ungeeignet für wilde oder zupfende Mitbewohner.
Mosaikfadenfisch - häufige Fragen
Kann ich nur einen Mosaikfadenfisch halten?
Sind Mosaikfadenfische aggressiv?
Welche Mitbewohner passen zu Mosaikfadenfischen?
Warum schwimmt mein Mosaikfadenfisch ständig zur Oberfläche?
Wie unterscheide ich Männchen und Weibchen?
Brauchen Mosaikfadenfische einen Heizer und eine Abdeckung?
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