Welches Hundefutter ist das beste? Was die Tests zeigen.
Nach den Tests der Stiftung Warentest entscheidet nicht der Preis, sondern ob ein Futter als Alleinfutter den Tagesbedarf des Hundes wirklich deckt und ob die Menge stimmt. Im Test von 15 Nassfuttern (Heft 11/2026) kostete der günstigste von vier sehr guten Testsiegern 1,69 Euro pro Tag für einen mittelgroßen Hund, das teuerste Futter im Test 9,62 Euro; drei Futter waren mangelhaft. Wir sind keine Tierärzte und haben kein Futter getestet. Hier steht, was die Stiftung Warentest öffentlich zusammenfasst.
Was die Tests gefunden haben
Nassfutter, Heft 11/2026
- 15 marktbedeutende Alleinfutter für ausgewachsene Hunde, eingekauft im Februar und März 2026, darunter Handelsmarken, Marken wie Rinti, Pedigree und Cesar und zwei Bio-Futter.
- Die Urteile reichen von „sehr gut“ bis „mangelhaft“: vier sehr gute Testsieger, drei mangelhafte Futter und eines „ausreichend“. Eine Tagesration für einen mittelgroßen Hund kostete zwischen 1,03 und 9,62 Euro.
- Einige Futter enthielten zu wenig Vitamin B1 oder Kupfer, oder ihre Fütterungsempfehlungen stimmten nicht oder waren unvollständig: drei Empfehlungen ausreichend, zwei mangelhaft.
- Bewertet wurde nach den Bedarfszahlen des US National Research Council (NRC) und der Vereinigung europäischer Futtermittelhersteller (FEDIAF).
Trockenfutter, Heft 8/2025
- 24 viel verkaufte Alleinfutter, darunter 5 mit Sensitiv-Bezeichnung und 2 Bio-Produkte, eingekauft bei Discountern, in Supermärkten, Drogerien und im Tierfachhandel.
- Rund jedes dritte Futter ist empfehlenswert, darunter ein Bio-Futter; der Testsieger erreichte „sehr gut“, die Noten reichen bis „ausreichend“. Bei mehreren empfehlenswerten Futtern kostet eine Tagesration nur rund 25 Cent.
- Mehrausgaben für Sensitiv-Futter lohnen sich laut Stiftung Warentest oft nicht.
Die Noten der einzelnen Futter sind kostenpflichtig: Nassfutter-Test · Trockenfutter-Test. Wir nennen deshalb keine Produkte.
Alleinfutter oder Ergänzungsfutter
Was der Hund täglich als Hauptfutter bekommt, ist ein Alleinfutter: Laut Gesetz muss es alle nötigen Nährstoffe liefern, ohne dass etwas zusätzlich gefüttert werden muss. Leckerli sind meist als Ergänzungsfutter gekennzeichnet und müssen das nicht; die Stiftung Warentest rät, dass sie höchstens 10 Prozent der täglichen Energie ausmachen, und ein vollwertiges Alleinfutter ist so zusammengesetzt, dass es auch mit 90 Prozent der Tagesportion alle Nährstoffe liefert. Ob Nass- oder Trockenfutter: Als Alleinfutter sind beide gleichwertig; die meisten Hunde vertragen Trockenfutter tendenziell leichter, Nassfutter liefert mehr Feuchtigkeit.
Die richtige Menge
Die Fütterungsempfehlungen auf der Packung stimmen nicht immer, wie die Tests regelmäßig zeigen. Die Stiftung Warentest rät, sich anfangs trotzdem daran zu halten und die Portion dann anzupassen; dafür den Hund regelmäßig wiegen, notfalls sich selbst mit Hund auf der Waage und dann das eigene Gewicht abziehen. Ob ein Hund zu dick ist, beurteilen Tierärzte weltweit mit dem Body Condition Score, einer neunstufigen Skala nach Taille, Bauch und tastbaren Rippen.
Getreide, glutenfrei, sensitiv
- Getreide schadet Hunden laut Stiftung Warentest nicht: Anders als der Wolf können sie Stärke verdauen, wie eine Studie gezeigt hat; das Getreide muss aber wie bei Lebensmitteln auf Pflanzenschutzmittel und Schimmelpilzgifte kontrolliert werden.
- Glutenallergie ist sehr selten; als „glutenfrei“ deklariertes Tierfutter kann Spuren enthalten, weil es keinen Höchstwert gibt.
- „Sensitiv“ ist rechtlich nicht definiert, die Futter sind ganz unterschiedlich zusammengesetzt.
BARF, vegetarisch, vegan
- BARF (Rohfütterung): Das Risiko einer Unter- oder Überversorgung ist relativ groß; die Ration sollte mit der Tierarztpraxis berechnet werden. Rohes Fleisch kann Salmonellen und andere Erreger in den Haushalt bringen, Vorsicht bei Kindern und empfindlichen Personen. Für Welpen hält die Stiftung Warentest Barfen für kritisch.
- Vegetarisch ist möglich, weil solche Futter Milch und Ei enthalten können; die vegetarischen Hundefutter in den bisherigen Tests waren aber mangelhaft.
- Vegan wird nicht empfohlen; veganes Hundefutter hat die Stiftung Warentest bisher nicht geprüft. Fleischfrei ernährte Hunde sollten regelmäßig in der Tierarztpraxis untersucht werden.
Wann die Tierarztpraxis gefragt ist
Wir sind keine Tierärzte und geben keine Fütterungsempfehlung für deinen Hund. Bei Verdacht auf eine Allergie, bei Krankheiten, bei Welpen, alten Hunden oder bei Rohfütterung und fleischloser Ernährung klär das Futter mit einer Tierarztpraxis.
Quellen und wie diese Seite entstand
Stand: 26. Oktober 2026. Alle Angaben stammen aus den öffentlich lesbaren Zusammenfassungen der Stiftung Warentest: Hunde-Nassfutter im Test (Heft 11/2026), Hunde-Trockenfutter im Test (Heft 8/2025) und FAQ Hundefutter. Auf dieser Seite gibt es keine Kauflinks.